Medikamente gegen Impotenz, für mehr Leistung!


impotenz

Eine Sexualstörung beim Mann, bei der die Erektion des Gliedes nicht erreicht oder nicht aufrecht erhalten werden kann, wird im Volksmund allgemein als Impotenz bezeichnet. Der korrekte Fachbegriff dafür lautet erektile Dysfunktion (ED). Gemäß der europäischen Leitlinien wird eine ED wie folgt definiert: "Die ED ist das anhaltende Unvermögen, eine Erektion zu erreichen und aufrecht zu erhalten, die für eine befriedigende sexuelle Aktion ausreichend ist."
Und die International Society for Sexual Medicine (ISSM) fügt hinzu, dass dieser Zustand mindestens drei Monate durchgehend anhalten sollte, damit man eine sichere Diagnose treffen kann.


Laut Statistik haben fast 20% aller Männer zwischen 30 und 80 Jahren dauerhafte Erektionsstörungen. Wobei der Anteil mit dem Alter zunimmt. Die Ursachen für Impotenz sind vielfältig, sie können sowohl physischer als psychischer Natur sein. Zu den körperlichen Ursachen zählen unter anderem: Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Übergewicht, Rauchen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, mangelnde Bewegung und hormonelle Störungen, die eine Impotenz auslösen können.

Zu den seelischen Ursachen können Stress, Depressionen oder zu hoher Leistungsdruck zählen.
Wenn eine Impotenz über längere Zeit vorliegt, sollte man auf jeden Fall den Urologen konsultieren.

Medikamente gegen Impotenz


Gegen Impotenz stehen eine Reihe von Therapiemöglichkeiten zur Auswahl, darunter auch ein breites Angebot an Medikamenten.

Die bekanntesten Medikamente sind Viagra, Cialis und Levitra. Die Funktionsweise dieser Mittel besteht darin, dass sie das Enzym Phosphodiesterase-5, kurz PDE-5, blockieren. Das führt zu einer Entspannung der Penismuskulatur, wodurch sich die Blutgefäße besser erweitern können, der Schwellkörper kann so leichter mit Blut gefüllt werden. PDE-5-Hemmer werden immer vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen.

Weiter zählen Yohimbin und Yocon zu Mitteln gegen Impotenz, welche vor allem vor Viagra weit verbreitet waren. Sie werden aus Pflanzen gewonnen und finden auch heute noch häufig Anwendung bei psychisch bedingten erektilen Dysfunktionen. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem und nur peripher auf das Penisgewebe. Außerdem sollten sie regelmäßig über mehrere Wochen eingenommen werden.

Neben oral einnehmbaren Medikamenten hat man auch die Möglichkeit einer lokalen Behandlung. Dazu zählt die Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie, kurz SKAT genannt. Bei einer SKAT wird der Wirkstoff Alprostadil mit der Spritze über eine sehr dünne Nadel direkt in das Penisgewebe injiziert. Die Wirkung setzt nach etwa zehn Minuten ein.

Eine weitere lokale Therapie ist das sogenannte Medicated Urethral System for Erection, kurz MUSE. Hier wird das Alprostadil nicht mit einer Spritze, sondern mit einer Minitablette in die Harnröhre eingeführt. Hier dauert es länger, bis die Wirkung einsetzt, etwa zwanzig Minuten.